Allgemein bezeichnet der Begriff Strand einen Uferbereich oder -streifen, welcher aus Sand, Kies oder anderem Gestein (Geröll) besteht. Die Grob- oder Feinkörnigkeit des Gesteins ist bedingt durch seine Herkunft und sein Alter. Anfänglich wird der Sand, welcher nichts anderes als feines Gestein ist, aus einem Berg oder Felsen gelöst und dann beispielsweise mittels eines Flusses in den Ozean transportiert. Durch das Herunterrollen vom Fels und die Schleifung durch das Wasser werden die einzelnen Teile immer feiner und bilden letztendlich die geschliffenen Körner, welche von Sandstränden bekannt sind. Alle Sandkörner wurden meist Jahrtausende lang intensiv durch die Natur bearbeitet. Aus welcher Wassertiefe der angeschwemmte Sand stammt wird durch die Länge der Wasserwellen bestimmt, welche an einigen Orten der Welt über 100 m lang werden können.
Die Gestalt eines Strandes ist abhängig von der Wasserströmung. Besonders an Ozeanen werden durch die Wasserwellen erhebliche Mengen Sand angespült und abgetragen, was letztendlich für die charakteristische Form des Strandes sorgt. An feinkörnigen Stränden bilden sich häufig breite Sandbänke und ein Steigungs-Anstieg in Richtung Küste hinter dem Abbaubereich des Wassers. Für eine grobe oder feine Körnung des Gesteines ist hauptsächlich die Neigung des Meeresbodens entscheidend. Allgemein gilt, je geringer die Neigung des Bodens, desto feiner ist die Körnung. Entgegen des Eindruckes bleibt ein Strand zudem nie beständig, seine Form und Zusammensetzung ist einem stetigen Wandel durch die Strömungen unterzogen. Allein aus hygienischen Gründen ist dies von Vorteil, da so Verschmutzungen durch Badegäste (beispielsweise Sonnenöl) zumindest oberflächlich fortgetragen werden. Die Farbe des Strandes ist abhängig von der Art des Gesteins. Kalkhaltige Korallen- und Muschelreste sind weiß und erzeugen die bekannten tropischen Urlaubsstrände. Für eine gelbliche Farbe sorgt wiederum zerkleinertes Quarzgestein, welches unter anderem an der Nord- und Ostsee zu finden ist. Ungewöhnliche Farben wie Schwarz und Grün entstehen durch Steine vulkanischen Ursprunges, wie zum Beispiel Olivin am sogenannten “Green Sand Beach” auf Hawaii.
Wie bereits ersichtlich wurde ist die Tier- und Pflanzenwelt nicht unerheblich für die optische Gestaltung des Strandes (Korallen, Muscheln). Neben den Wasserpflanzen wie Algen sind jedoch auch Strandpflanzen wichtig für die typischen Merkmale einer Küste. Durch diese speziell angepasste Vegetation wird eine biologische Trennung von Land und Meer erzeugt. Die Pflanzen, welche noch in den letzten Gebieten wachsen in denen Süßwasser vorhanden ist, nennt man Xerophyten. Diese Pflanzengattung kann selbst auf sonst kargen Sanddünen überleben und monatelang ohne Flüssigkeit auskommen. Die hinter dem Strand liegenden Küstenregionen sind oft von verschiedenen Gräsern, Blumen und Moosen bewachsen, welche sich regional unterscheiden. In gemäßigten Klimazonen finden sich häufig die sogenannten Salzwiesen, dessen Schwemmböden bei Flut beständig von Meerwasser überspült werden. Auch durch sie wird eine biologische Grenze zwischen Ozean und Festland gebildet.