Style Selector

Which theme layout you want to used?


Which predefined skin colors you want to used? (You can also set your own one using Theme Setting)



Reset

Das Verhältnis zwischen Landschaft und Ökonomie



Wie die Ökonomie Landschaften prägen kann

Um das Verhältnis von Landschaft und Ökonomie darstellen zu können, ist es zunächst notwendig, zu klären, was diese Begriffe überhaupt bedeuten. Die Definition der Landschaft ist nicht eindeutig. Sie bezeichnet in der Geografie ein Gebiet, das sich durch natürliche Merkmale von anderen Gebieten unterscheidet. Kulturell wird die Landschaft als ästhetische Ganzheit einer Gegend subjektiv wahrgenommen. Sie setzt sich aus natürlichen und kulturellen Elementen zusammen. Das Bild der Landschaft wurde stark geprägt durch den Einfluss der Menschheit bei der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht und dem damit verbundenen Siedlungsbau. Bereits hier offenbart sich die Bedeutung der Ökonomie bei der Veränderung der Landschaft. Die Ökonomie umfasst alle Aktivitäten und Einrichtungen, die für die planvolle Deckung des menschlichen Bedarfs notwendig sind. Sie ist geprägt durch Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen aller Art.

Die Geschichte zeigt die Widersprüche zwischen Natur und Ökonomie

Zwischen Landschaft und Ökonomie besteht ein sehr kompliziertes Verhältnis. Beide sind unabdingbar für die Gestaltung der Lebensverhältnisse des Menschen, aber es scheint oft so, als bestehe ein unlösbarer Widerspruch zwischen ihnen. Die Entwicklung der Ökonomie ermöglichte die Bekämpfung von Hunger und Armut mit der Folge von oftmals massiven negativen Veränderungen der Natur, was die Lebensgrundlagen der Menschen wiederum verschlechterte und erneut Hunger und Armut hervorrief. Dieses komplizierte Verhältnis von Natur und Ökonomie herrschte bereits seit der Sesshaftwerdung der Menschheit vor. So führte die Entstehung von Ackerbau und Viehzucht zur großflächigen Rodung von Wäldern und zum Anbau von Monokulturen. Das störte das natürliche und biologische Gleichgewicht sehr massiv. Die Folge war u.a. die Verstärkung der Erosion, die zur Verwüstung ganzer Landstriche und den damit verbundenen Klimaveränderungen führte. So veränderte sich innerhalb weniger Jahrhunderte in Bekleidung einer krisenhaften Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt eine ausgedehnte natürliche Waldlandschaft zu einer stark kulturell geprägten Landschaft mit enorm verarmter Fauna und Flora. Damit nicht genug, der Wandel beschleunigte sich ab dem 19. Jahrhundert mit der in England einsetzenden Industrialisierung. Der Bedarf an natürlichen Ressourcen steigerte sich ins Unermessliche. Die Natur wurde noch stärker in Mitleidenschaft gezogen und teilweise sogar in eine sogenannte Industrielandschaft umgewandelt. Der Klimawandel als Folge der Industrialisierung tut gegenwärtig sein Übriges.

Die Zukunft heisst Naturschutz

Im komplizierten Verhältnis von Natur und Ökonomie ist derzeit ein Zustand eingetreten, der den Druck auf die Gesellschaft enorm erhöht hat, nie da gewesene Veränderungen einzuleiten. Es gibt keine Alternative dazu, da ansonsten die Lebensgrundlage der Menschheit zerstört würde. Neben der notwendigen Energiewende müssen kreative Lösungen gefunden werden, um die bereits begonnenen und nicht mehr aufzuhaltenden klimatischen Veränderungen in die Entwicklungsplanung mit einzubeziehen. Weiterhin sollten die durch die Industrialisierung zerstörten Landschaften wieder renaturiert werden. Bei der Konzeption von neuen Projekten ist immer auch auf eine sinnvolle Naturschutzplanung zu achten. Als Beispiel sei die Standortplanung von Windrädern genannt.